Anglistik / Amerikanistik
Fach und Forschung
Der Kontakt zur Forschung ist das große Novum des Studiums gegenüber dem Schulunterricht. Wissen gewinnt mit ihm einen neuen Status. Recherchen, die neue Materiallagen verfügbar machen, die Behauptung inhaltlicher Positionen gegenüber der
Das Studium führt in die Wissenschaften des Fachs ein — vor allem, um damit ein Bewußtsein für die Begründung von "Wissen" herzustellen, ein Bewußtsein, mit dem man im Verlauf Wissen gelassener vertritt, ohne das Gefühl, nur Angelerntes wiedergeben zu können. Wissen selbst, das Studium macht das klarer, wird auf Fachkonferenzen, in wissenschaftlichen Publikationen, in kritischen Auseinandersetzungen einer fortwährenden Neubewertung unterzogen.
Zusammenspiel der Fachkomponenten
Die Fachkomponenten, die gemeinsam das Kursangebot vorlegen — Literatur-, Kultur-, Sprachwissenschaft, Didaktik und Sprachpraxis —, basieren auf eigenen Fachtraditionen. Literaturwissenschaftler korrespondieren mit Kollegen anderer Philologien, mit Historikern, wenn sie sich historischen Dokumenten widmen. Kulturwissenschaftler verfolgen die Arbeiten von Politologen und Soziologen. Linguisten treffen sich auf Fachkonferenzen mit Forschern, die anders strukturierte Sprachen analysieren, um dabei aktuelle Theorien zu modifizieren. Didaktik, Pädagogik und Psychologie bilden einen eigenen Bereich des Austauschs, der über die Fachdidaktik Teil der anglistischen Ausbildung wird.
Gemeinsam geben die am Seminar vertretenen Fachomponenten im Grundstudium Zugriff auf die Rechercheinstrumente und Wissensbestände, die man im Problemfall benötigt, um englischsprachiges Material zu erschließen. Gemeinsam vermitteln sie kulturelles Wissen, mit dem man in der anglophonen Welt fundiert und gewandt kommuniziert.
Forschung und Studium
Die BA- und Masterstudiengänge führen in ihren Kursangeboten schrittweise in die wissenschaftliche Arbeit ein.
Spätestens ab dem zweiten Studienjahr bieten die Seminare Gelegenheiten, eigenständig Fragen zu formulieren, Themen zu begründen, und eigene Analysen in kürzeren Arbeiten zu wagen.
Der Austausch mit den Lehrenden gibt Einblicke in deren laufende Forschung. Eine eigene Veranstaltungsreihe, das Forschungskolloquium des Seminars, bietet Kontakte über den Seminarbetrieb hinaus: Wissenschaftler von auswärts stellen sich hier neben den Dozenten des Seminars der interdisziplinären Diskussion. Wissenschaftliche Projekte und Promotionen, die sich aus dem Seminarbetrieb entwickelten, bieten Raum für weiterreichenden Brückenschläge in die aktuelle Forschung.
